foto: jo peesan [download: large / 300dpi]

first fatal kiss sind:
renée winter (keyboard, bass, drums, vocals)
maria reisinger (bass, drums, vocals)
birgit michlmayr (drums, violin, keyboard, vocals)

first fatal kiss machen:
Queer Kitsch Punk! First Fatal Kiss treiben sich seit 7,5 jahren in verschiedensten Wiener Lokalen herum, machen Ausflüge in die Provinz und nach Deutschland, Tschechien, Slowenien und Bosnien. Ausgerüstet sind sie mit verzerrtem Bass, 80er-Jahre Orgelsound, Schlagzeugteilen aus den letzten 5 Jahrzehnten und bis zu dreistimmigem Gesang. Ab und zu wird gegeigt und Songparts mit Kazoo, Blockflöte oder Mundharmonika konterkarieren die neuesten Schweinerockjazzpunk-Experimente. Queer Kitsch Punk!

kontakt: info@firstfatalkiss.net


cracked (juli 2010)
“Danke gut” (“Fine, thank you”) is a phrase people around here use without thinking when other people ask them “how are you?” without thinking. In my line of business, this one is extended to “fine, thank you, lot’s of work” and then the other person is supposed to say “but it is good when there is a lot to do.” Some places and some jobs and some lives are impossible to stand when you hate clichés. But you know, I adhere to the words of the dude, so to stay in the parlance of our times: “the dude abides”. That helps in many ways. Maybe it helps you to find a viewpoint in your live, and I mean a viewpoint on a lot of things, practically everthing, that helps you to relax and ease down.
Take for instance First Fatal Kiss. I guess there is a lot in this world the women in this trio could get upset about (and they are most certainly right) but they won’t let it bring them down. Instead they stick together for half a dozen years before starting to record their debut album. They play a mix of lo-fi homemade punk-pop, so basically early New Wave with sparks of electronica. They sing in at least three languages and mix political viewpoints with personal experiences and humour. Especially the latter is often unfortunately missing in bands with a strict political message. [...]
whole article: http://www.monochrom.at/cracked/

Rokko (Rokko's Adventures N07) (juni 2010)
Das Linzer Label Zach Records veröffentlicht das Album des in Wien wohnhaften Trios, das sich seit Bandgründung 2002 politisch im feministischen Kontext bewegt. Musikalisch dient die Idee des Punk als Ausgangspunkt, new-waveige Einlagen, Orgelspuren und kritisch-auffordernde Texte sind die Weiterführung. Auch ein Gastauftritt von Eva Jantschitsch aka Gustav ist hierbei zu verbuchen. Kommt fesch auf Vinyl, danke sehr gut!

rbd (Bad Alchemy Magazin BA 67) (juni 2010)
Drei Frauen um die Dreißig in Wien, zwei davon mit oberösterreichischer Sozialisation, spielen `Schweinerockjazzpunk`. Birgit Michlmayr trommelt, spielt aber auch Geige und Blockflöte, Maria Reisinger lässt den Bass schnarren, Renée Winter tudelt Keyboard, bläst aber auch Kazoo und pingt Glockenspiel. Alle Drei singen ein Bisschen Englisch, einen Schuss Hochdeutsch, ein Küsschen rosarot. Forever Mädchen, aber solche, die pfeifen können und gut ohne rosarote Brille auskommen. Bloß nicht ins `Lotte` Continuo verfallen und am Nie Nie Nie scheitern. `Weinstein cries`, ein Song über das Novemberpogrom 1938, und `Information Crisis Katastrof` machen deutlich, dass sie sich nicht bloß um sich selber drehen wollen. Bei `Bach` geht`s nicht um Johann Sebastian, sondern um einen `little river`, auf den sich `shiver` reimt. Naja, Ye Olde Simplicity ist eine unüberhörbare und nicht ohne Witz realisierte Ambition der Drei, die aber auch zubeißen können wie Erste Stufe Haifisch. Bunte, nette Sachen und ein Bisschen Leben sind ihnen nicht genug. Und uns? Als Finale wählten sie den FSK-Klassiker `Moderne Welt` - Role Model Michaela Melian. Und Dank an Bärchen und die Milchbubis, Kleenex/Liliput, The Slits, X-Ray-Spex, Britta, Lassie Singers, Le Tigre, Bernadette La Hengst, Gustav... Gut so, Danke.

Richie Herbst (Kapuzine) (mai 2010)
WOW! Ordentlich überraschendes Album aus Wien. Das Trio First Fatal Kiss hat mir ein persönlich tief ins Herz treffendes Werk abgeliefert. KAPU Lieblinge und sowieso, zuletzt mit einem großartigen Konzert im März auf der KAPU Bühne, aber immer wieder auch in anderen Formationen gerne miterlebt, wie zum Beispiel als Mayr (FFK Birgit Solo) oder Nin Com Poop (bzw. als Bigband BulbulNinComPoop). New Wave! Pop! Punk! Sympathisch deutsch gesungen mit politisch kritischen Texten. FFK sind Netzwerkerinnen und so schließt sich der Kreis nicht mal überaschend mit Gastvocals von Eva Jantschitsch aka Gustav, Chris Janka spielt manchmal die Gitarre und den Shaker, noch mehr, hat er dieses Album produziert. Sehr sympathischer Sound, schön transparent und druckvoll und vor allem schafft er es die Frische der Band erhalten. Auch Coverversionen sind zu finden, aber die reihen sich in ihren Interpretationen so nahtlos in das Geschehen ein, dass sie erst auffallen wenn man a) die Nummern kennt oder b) die Credits liest. Aber ganz groß natürlich Snakkerdu Densk's "weinstein cries", aber auch Nummern von F.S.K. und Die Nuts. Das Artwork kommt stimmig aus der in Berlin stammenden Künstlerin Dana Krusch. Sympathisch! Vinyl! Danke Gut! Wenige Monate zuvor gab es einen Appetizer in Form einer Split 7inch mit der tschechischen Band Gaffa. Auf dieser 7inch findet sich u.a. der Überhit, die Kampfansage, das Band Motto: No Boys! No Girls! No Government!

Mario Lang (Augustin Nummer 274) (mai 2010)
Diese drei Frauen sind definitiv nicht von der Gastro! Im Land mit dem A wird Frausein noch immer gerne mit Service (eine erlebte Verwechslungsgeschichte) und nicht mit Musik in Zusammenhang gebracht. Shame on you, liebe Veranstalter! Also zum Mitschreiben: First Fatal Kiss (FFK) sind aus der Kreativabteilung und spielen beherzten Punk mit Mehrwert. FFK sind feministisch und politisch. FFK operieren mit Keyboard, Bass und Schlagzeug, sporadisch kommt auch eine Violine ins Spiel. First Fatal Kiss erzählen keine Geschichten, sondern verwursten Parolen und Slogans. Simpel, plakativ und dennoch mit Charme und Hirn - sowohl Text als auch Musik kommen direkt aus dem Proberaum. Nach einem Tape, einer Live-CD und einer Single präsentieren FFK im achten Jahr ihres Bestehens ihr Langstrecken-Debüt. Der Titel "Danke gut" darf als Reaktion auf die Befindlichkeits-Frage-Floskel verstanden werden. Dementsprechend "angeseidelt" (aus dem Linzerischen, steht für grantig) schauen uns ihre Figuren vom Cover entgegen. Danke, sehr gut". Mir auch. Bitte mehr.

Franz Keiblinger (ecorder) (5. mai 2010)
Großartig! New Rave ist in Österreich angekommen. Aber das ist nicht einmal die Hälfte der Wahrheit. [...] Auch bei dem Wahl-Wienerinnen-Trio First Fatal Kiss raubt einem dieses Rhythmusgeflecht, das (nur scheinbar) nicht in die Gänge kommt, fast den letzten Nerv. Vom teilweise sehr schiefen Gesang und dieser verrückt machenden Orgel gar nicht erst zu sprechen. Aber "Danke Gut" ist trotzdem, oder gerade deswegen ein sehr gutes, wenn nicht sogar großartiges Album mit Witz und hypnotisierender Eingängigkeit. Achtung Suchtgefahr! [...]
gesamter artikel nachzulesen unter: http://www.ecorder.at

Gerhard Stöger (Falter), Woche 18/2010 (Seite 25) (5. mai 2010)
"„Schweinerock Jazzpunk“ ist der beste Songtitel der Welt der Woche. Das Lied eröffnet das späte Debüt des seit 2002 aktiven österreichischen Trios. Bekannt für beherztes Gerumpel mit Stil, spielen Birgit Michlmayr, Maria Reisinger und Renée Winter queer-feministischen Do-it-yourself-Pop mit New-Wave-Background, dazu singen sie mehrstimmig; meist englisch, manchmal deutsch oder beides gemischt. Der Charme ist spröde, der Gesamteindruck gut. Und die drei Coverversionen von Snakkerdu Densk, Freiwillige Selbstkontrolle und Die Nuts sind so überraschend wie toll."

Rainer Krispel (Augustin): Sound gegen Ohrschläuche! (april 2010)
First Fatal Kiss, eine Band deren drei MusikerInnen wir im Weidinger treffen, haben auch Kanten in ihrer Musik. Eine Unmittelbarkeit, die die 12 Lieder ihres Albums für Menschen, die das mögen, zu einer frühlingstauglichen Glücksmusik machen. «Feminism will rock you» steht auf ihrer Homepage. Eben! [...] Diese Musik und diese MusikerInnen sind beieinander, nicht im wienerischen Sinne von, wodurch auch immer, beeinträchtigt, sondern gemeinsam unterwegs. Wenn eingangs von Kanten zu lesen war, darf die eigene groovende Logik dieser Musik nicht unerwähnt bleiben, ihr eigensinniger Pop-Appeal und ihr Charme. [...] Beginnend mit dem Opener «Schweinerockjazzpunkmusik» (»rock, let’s fuck the rock») bewegt sich diese Musik frei und doch zielstrebig – und bewegt dadurch. Die Texte sind eine Klasse und Ebene für sich. «Wir verzählen kane Gschichten», sagen sie. Sie haben keine Scheu vor »plakativen Texten», gleichzeitig sind diese vielsagend, und in den oft wenigen Zeilen und Worten liegt eine Menge drinnen. Etwa in »Ohrschläuche» (Act, don’t react! Parole Parole Parole»). Nicht zuletzt haben First Fatal Kiss einen feinen Humor, der nicht nur »Schlendrian» («when Schlendrian entered our flat. Oh! Schlendrian became our pet») höchst vergnüglich zu hören macht. [...] Diese Band bewegt sich unprätentiös über zu eng Gedachtes hinweg.
gesamter artikel nachzulesen unter: http://www.augustin.or.at/article1497.htm

jerzy bajkal (diycore.net) (februar 2010)
Víden(ská trojka si pohrává s genderovou angažovaností, první polibek je možná osudový, ale taky trochu uslintaný, First Fatal Kiss mají místo kytary basu a taky sázejí na trojzpe(v. I jejich dve( písne( si nejsou podobné a dojem je ješte( primitivne(jší, domácké ustrojení a analog kláves odkazují k lo-fi punku a kuchyn(skému zvuku. Ne, Micachu and the shapes jsou br(inkaví a pr(íliš ostentativní, First Fatal Kiss vedou ke starému punku a skandovanému zpe(vu, který nemusí být kandovaný, No boys! No girls! je kolovrátkový punk až na dr(en(. A No government! má více poloh, barev i delší vývoj, navíc hlavní vokál se šminkuje jako Nico, sexus se nedá ojebat.

drehli robnik
(april 2008)
"wenn punk irgendeinen sinn hat, dann ist es first fatal kiss!"

bluminator (kapuzine) (märz/april 2008)
die 3 damen von first fatal kiss (drums, bass, keyboard, geige, vocals) sind in unsere breiten nicht mehr ganz unbekannt, auch wenn man sie in unserer stadt schon des längeren vermisst (was sich hoffentlich bald ändern wird!). ffk beglücken mich hier mit 11 songs (der großteil zwar nicht aus eigener feder), die frech und charmant vorgetragen werden. die platte braucht eine weile, bis sie ihre größe offenbart, aber einmal gepackt, lässt sie einen nicht mehr los – die unschlagbare kombination von herz und hirn. first fatal kiss mögen es minimalistisch und politisch. hier werden geschlechterrollen inklusive so genannten natürlichen anlagen dekonstruiert bzw. überhaupt destruiert. und wenn fremde worte und ideen der bessere ausdruck dafür sind, so what! gecovert werden u.a. die nuts (großartig!), f.s.k. oder die aeronauten. und jene die sich an einem gewissen technischen dilettantismus stoßen, denen kann ich nur sagen: geht nach hause zu euren slash gitarre büchern, denn ihr hab nicht kapiert worum es hier geht. und sollten f.s.k. bald einen neuen fan haben, dann ist das diesen damen zu verdanken. no boys, no girls no government! (dieser tonträger ist auch in der kaputique erhältlich!)

orf (gesehen u.a. unter http://termine.orf.at/oe3/... (august 2007)
First Fatal Kiss. Frische heimische New Wave-Pop-Band.

rdece zore festival/red dawns festival 2007 (slo) (märz 2007)
pop-punk-new wave-garage rock with analogue warmth of the 80's and keyboard melodies that escaped straight from a low-budget horror movie
(und nochmal auf slowenisch...)
pop-punk-new wave-garažni rock z analogno toplino zasedb iz 80-ih in klaviaturskimi melodijami, ki so zbežale iz nizkoproracunskih grozljivk

parque del sol (scroll dich down zum 6. august 2006: boing, bumm, tschak!)
...Inzwischen checken FIRST FATAL KISS Bass, Synthie, Geige und Schlagzeug für den nächsten Auftritt. FFK wären in der Situationistischen Schublade auch gut aufgehoben, aber Schubladen sind nichts für die Mädchenband mit Hang zum minimalistischen Punkwave der 80er. Im Gegensatz zu vielen Riotgrrrl-Bands verzichten FFK auf martialisches Gitarrengepose und greifen stattdessen schon mal zur Geige. Der Wechsel der Instrumente ist Programm, so etwas wie einen "Bandleader" läßt sich nicht ausmachen und wenn's passt, dann singt eben [die] Schlagzeugerin [...] Irgendwo hab ich den Vergleich mit den Slits gelesen, der vielleicht von der linken und feministischen Haltung her passend sein mag, musikalische Verweise auf diese konnte ich aber keine entdecken...

oberösterreichische nachrichten (25. feburar 2005)
POSTHOF: KAPU-Heimspiel-Abend
Weit jenseits der Charts
Die drei jungen Frauen von "First Fatal Kiss" aus Wien hatten ein Problem, das viele Musikerinnen kennen: wurden sie doch beim Eintreffen im Posthof nicht als Band erkannt, sondern als Catering-Lieferantinnen wahrgenommen.
Sie eröffneten den Abend und dekonstruierten nicht nur als "Frauenband" gängige Rock-Klischees: reduziert auf Bass, Schlagzeug und Synthie boten sie minimalistischen, aber humorvollen Art-Rock zwischen Trash-Attitüde und feministischer Überzeugungsarbeit.
Die männlichen Kollegen von "Krautschädl" aus Wels und "Ensenada" aus Linz spielten beherzte Rockmusik mit hohem Unterhaltungswert. In Sachen Innovation konnten sie mit First Fatal Kiss und dem Hauptact "BulBul & Tumido" aber nicht mithalten.
gesamter artikel nachzulesen unter http://www.nachrichten.at/kultur/337185

malmoe (21. oktober 2004)
First Fatal Kiss: No boys! No girls! No government!
Wo Pantskirt die Effektknöpfe bis zum Anschlag drehen, schalten die Kolleginnen von First Fatal Kiss bewusst auf Sparflamme: bei der Bühnenshow. Hier ist geradezu spartanische Reduktion angesagt. Die drei sind mit Keyboards, Drums und Bass auch genug beschäftigt, manchmal wird sogar zur Geige gewechselt, und gesungen wird vom Schlagzeug aus. Da bleibt kein Raum für Gehopse, und die Konzentration liegt ohnehin auf Musik und Text. Und dort wird’s dann ziemlich interessant: Ein orgeldominierter, gitarrenfreier Punk/Wave-Sound, der immer wieder in Polka-Rhythmus umschlägt, bei dem auch schon mal Stücke von den Beatles und Stereo Total unter die Räder geraten. Songtitel wie „no government“, „information crisis catastrophe“ und diverse Kantaten über (eigentlich: gegen) Geschlechterrollen zeigen an, dass die Performance von First Fatal Kiss auf Reflexion statt Massenekstase aus ist. Seit 2 Jahren gibt das Trio Konzerte im autonomen und Frauenszene-Umfeld, und irgendwann, wenn das Geld reicht, sollte ja mal ein Tonträger rausschauen. Bislang gibt’s bloß eine Kassette („Favoriten“) mit 10 Nummern, aufgenommen bei einem Konzert im EKH im Vorjahr, und ein paar MP3s auf ihrer Website. So viel lässt sich schon heraushören: Aus den Eigenkompositionen könnte mit ein bisschen Produktion ganz schön was werden. Wir sind gespannt!
beat
der gesamte artikel mit rezensionen von räuberhöhle, pantskirt und cobra killer ist online unter http://www.malmoe.org/artikel/erlebnispark/735

first fatal kiss (~ 2003?)
"verzerrter bass, keyboard, drums und engagierte gesangs- und geigenparts. feminism will rock you." - so die kurze selbstbeschreibung von FIRST FATAL KISS. von zuhörerInnen schon mit den SLITS verglichen worden, behaupten die drei musikerinnen mit nicht wenig eitelkeit via POP die eigentliche idee von PUNK zu praktizieren. und negieren damit vehement das etablierte 4 buben 3 akkorde-konzept. da taucht peaches schon mal in der halle des bergkönigs auf, und ausserdem gute mädchen, böse mädchen, keine mädchen, keine buben... der sound lässt so manche konzertbesucherin wehmütig an die 80er jahre denken (vor 10 jahren hättest' mit der musik jedenfalls scheissen gehen können). manchmal sind wir james dean und lotte geht weiter.


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